In Paderborn ist die Böschungsstabilitätsanalyse mehr als eine rechnerische Pflichtübung – sie ist oft die Voraussetzung dafür, dass ein Bauvorhaben im hügeligen Gelände östlich der Kernstadt oder an den Hängen des Paderborner Hochflächenrands überhaupt genehmigt wird. Die Stadt liegt in einem geologisch abwechslungsreichen Gebiet, in dem verwitterter Buntsandstein, Lösslehme und quartäre Fließerden auf kurzer Distanz wechseln können. Schon bei einer Hangneigung von 5 bis 7 Grad kann eine ungünstige Schichtung den rechnerischen Ausnutzungsgrad nach DIN EN 1997-1:2009 in den kritischen Bereich schieben. Unser Team bringt die regionale Bodenkenntnis mit, um für jede Paderborner Hanglage, jede tiefe Baugrube im Stadtgebiet und jede Dammschüttung in den Außenbezirken wie Elsen oder Schloß Neuhaus eine belastbare Böschungsstabilitätsanalyse vorzulegen. Wir arbeiten dabei eng mit dem Baugrundgutachter zusammen – und wenn die Voruntersuchung noch aussteht, empfehlen wir ergänzend eine Sondierung mit SPT-Bohrung, um die Scherparameter lagenweise abzusichern.
Ein rechnerischer Ausnutzungsgrad von 0,98 bei vollständig wassergesättigtem Lösslehm kann bei Entwässerung auf 0,76 fallen – die Böschungsstabilitätsanalyse entscheidet, ob eine Drainage ausreicht oder eine Verbauwand nötig wird.



