GEOTECHNIK
PADERBORN
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Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Paderborn – Präzision für den Baugrund

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Ein verdichteter Graben in der Innenstadt, die Pflasterarbeiten sind fertig – und drei Monate später zeigen sich die ersten Setzungen entlang der Trasse. In Paderborn, wo der Untergrund zwischen Muschelkalkverwitterung und quartären Lockersedimenten der Pader wechselt, ist das kein Zufall, sondern fast immer eine Frage der Verdichtungskontrolle. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liefert hier den belastbaren Nachweis, dass der eingebaute Boden auch wirklich die geforderte Lagerungsdichte erreicht hat. Anders als oberflächliche dynamische Verfahren misst der Sandkegel direkt das Volumen der entnommenen Grube und damit die Trockendichte in situ – ein Verfahren, das seit Jahrzehnten als Referenz gilt und bei unseren Projekten in Paderborn regelmäßig zur Abnahme von Leitungsgräben, Hinterfüllungen und Planumsflächen eingesetzt wird. Wer die Korngrößenanalyse im Vorfeld mit einbezieht, kann den optimalen Wassergehalt für die Verdichtung noch präziser ansteuern und Nacharbeiten vermeiden.

Die Sandkegelmethode ist kein Schnelltest – sie ist der amtliche Zeuge für geleistete Verdichtungsarbeit, den der Baugrund in Paderborn wirklich braucht.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Unser Prüfequipment besteht aus einem kalibrierten Sandbehälter mit Ventil, einem Basisring und dem standardisierten Prüfsand – meist Normsand mit einer Korndichte um 2,65 g/cm³, dessen Schüttdichte vor jedem Einsatz im Labor rückverfolgbar bestimmt wird. In Paderborn achten wir besonders auf den Feuchtehaushalt des Prüfsands, denn die hohe relative Luftfeuchtigkeit im Paderborner Becken kann bei unsachgemäßer Lagerung zu Verklumpungen führen, die das Fließverhalten verändern und das Messergebnis verfälschen. Das Verfahren selbst ist solid: eine kreisrunde Grube wird händisch ausgehoben, das entnommene Material für die Wassergehaltsbestimmung gesichert und das Grubenvolumen durch das Einrieseln des Sandes exakt bestimmt. Die Auswertung erfolgt nach DIN 18125-2 und gibt dem verantwortlichen Bauleiter in Paderborn einen Dichtigkeitswert (Proctordichte), der als vertraglicher Abnahmeparameter dient. Bei grobkörnigen Böden, wie sie am Paderborner Haarstrang anstehen, kombinieren wir das Verfahren bei Bedarf mit dem Plattendruckversuch, um zusätzlich den Verformungsmodul des verdichteten Planums zu bewerten.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Paderborn – Präzision für den Baugrund
Technische Referenz — Paderborn

Lokaler geotechnischer Kontext

Ein Tiefbauprojekt an der Warburger Straße, bei dem ein Regenwasserkanal in sandig-kiesigen Terrassenablagerungen verlegt wurde. Der Auftragnehmer verzichtete aus Zeitdruck auf die geforderte Verdichtungskontrolle der Leitungszone und verließ sich auf die Aussage des Maschinisten, man habe 'ausreichend gerüttelt'. Zwei Jahre später zeigten sich entlang der gesamten Trasse Längsrisse im Asphalt, und bei der Aufgrabung war die Leitungszone um bis zu 15 Zentimeter nachgesackt. Die Kosten für die Sanierung lagen beim Vierfachen einer ordentlichen Qualitätssicherung. In Paderborn, mit seinen heterogenen quartären Ablagerungen und lokal hohen Grundwasserständen, ist eine lückenlose Verdichtungskontrolle mit der Felddichtebestimmung kein bürokratischer Akt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit, um Rohrbrüche, Setzungsdifferenzen und Gewährleistungsstreitigkeiten zu vermeiden.

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Maßgebliche Normen

DIN 18125-2:2011-03 – Baugrund, Versuch und Versuchsgeräte – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche (Sandkegelverfahren), ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN ISO 17892-2 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 2: Bestimmung der Dichte des Bodens

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Normative GrundlageDIN 18125-2:2011-03
MessprinzipVolumetrische Substitution mit kalibriertem Prüfsand
Typische Prüftiefe15 bis 30 cm unter Planum / Grabensohle
Prüfraster im Erdbau1 Prüfung je 500 m² oder je Bauabschnitt
Prüfraster im LeitungsgrabenAlle 50 m und je Verfülllage
ErgebnisparameterTrockendichte ρd, Verdichtungsgrad DPr in %
Prüfdauer inkl. AuswertungCa. 30 Minuten pro Prüfpunkt

Gängige Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Paderborn?

Für eine normgerechte Felddichtebestimmung nach DIN 18125-2 inklusive An- und Abfahrt, Durchführung, Wassergehaltsbestimmung und Prüfbericht liegen die Kosten in Paderborn typischerweise zwischen €110 und €130 pro Prüfpunkt. Bei mehr als zehn Prüfpunkten pro Tag reduzieren sich die Kosten je Punkt entsprechend.

Welche Norm ist für die Sandkegelmethode in Deutschland bindend?

Maßgeblich ist die DIN 18125-2:2011-03, die den Aufbau des Geräts, die Kalibrierung des Prüfsands und die Durchführung des Feldversuchs detailliert beschreibt. Ergänzend gelten die Anforderungen der ZTV E-StB 17 für den Erdbau im Straßenbereich.

Bei welchen Bodenarten stößt das Sandkegelverfahren in Paderborn an Grenzen?

Das Verfahren arbeitet zuverlässig in fein- und gemischtkörnigen Böden bis zu einem Größtkorndurchmesser von etwa 31,5 mm. Bei stark grobkörnigen Schottern, wie sie auf der Paderborner Hochfläche anstehen, oder in fließempfindlichen, wassergesättigten Schluffen der Paderauen kann die Grubenstabilität problematisch sein – dann weichen wir auf alternative Kontrollmethoden aus.

Wie viele Prüfpunkte schreibt die Norm für einen Leitungsgraben vor?

Nach gängiger Praxis und den Vorgaben der ZTV E-StB sollte in Leitungsgräben mindestens alle 50 Meter und je verdichteter Lage eine Dichtebestimmung durchgeführt werden. Bei wechselnden Bodenverhältnissen in Paderborn, etwa beim Übergang von Auelehm zu Kiessand, verdichten wir das Raster auf 25 Meter, um homogene Tragfähigkeit nachzuweisen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Paderborn und Umgebung.

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