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PADERBORN
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Elektrische Widerstandsmessung / VES (Vertikale Elektrische Sondierung) in Paderborn

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Die Paderborner Hochfläche ist eine der größten Karstlandschaften Nordrhein-Westfalens. Unter der Stadt liegen mächtige Kalksteinschichten des Muschelkalks, die durch Auslaugung stark verkarstet sind. Genau hier setzt die Elektrische Widerstandsmessung / VES (Vertikale Elektrische Sondierung) an. Sie kartiert den spezifischen Widerstand des Untergrunds bis in Tiefen von über 80 Metern. Wasserführende Klüfte und Hohlräume zeigen markante Kontraste. In Paderborn mit seinen über 200 Karstquellen ist diese Methode unverzichtbar, um Bauwerke sicher zu gründen. Das Labor arbeitet nach DIN ISO/IEC 17025 und liefert interpretierte Profile, die mit Baugrundaufschlüssen kalibriert werden.

Im Paderborner Karst zeigt die Widerstandskurve Hohlräume als extreme Hochohm-Anomalien – ein unübersehbares Signal vor jedem Aushub.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Paderborn liegt auf etwa 120 m ü. NHN, mit einem Grundwasserspiegel, der je nach Karststockwerk stark schwankt. Die VES-Messung nutzt eine Schlumberger-Konfiguration mit Auslagen bis 200 m und erfasst Widerstände von wenigen Ohm-Metern in Tonlagen bis über 1000 Ohm-Meter im trockenen Kalk. In der Praxis kombinieren wir die Sondierung oft mit seismischen Verfahren zur schärferen Abgrenzung der Felsoberfläche. Ein typischer Messpunkt liefert in 45 Minuten ein vollständiges Tiefenprofil. Die Auswertung erfolgt mit Inversionssoftware, die Schichtmodelle iterativ an die Messkurve anpasst. Besonders in den Hanglagen zum Paderborner Tal hin erkennen wir so alte Rutschmassen, die oberflächlich kaum sichtbar sind. Bei Baugrundfragen im Karst ergänzt die Korngrößenanalyse das Bild der Deckschichten.
Elektrische Widerstandsmessung / VES (Vertikale Elektrische Sondierung) in Paderborn
Technische Referenz — Paderborn

Lokaler geotechnischer Kontext

Die Stadterweiterung Paderborns in die südlichen Karstgebiete ab den 1960er Jahren hat wiederholt gezeigt, was unerkannte Subrosion anrichten kann. Plötzliche Erdfälle, Setzungsrisse in Altbauten und unkalkulierbare Wasserzutritte in Baugruben sind typische Schadensbilder. Die VES-Sondierung identifiziert solche Schwachstellen früh, weil sie den elektrischen Kontrast zwischen intaktem Fels und leitfähigen, tonig verfüllten Schlotten präzise abbildet. Der größte Fehler in dieser Region ist, sich auf einzelne Bohrungen zu verlassen. Das Karstsystem ist dreidimensional vernetzt. Nur ein flächiges geoelektrisches Raster, interpretiert von einem erfahrenen Ingenieurgeologen, deckt die wahren Risiken auf. Die Kombination mit einem CPT-Versuch in weichen Senkungszonen liefert dann auch die bodenmechanischen Kennwerte.

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Maßgebliche Normen

DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7): Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN ISO/IEC 17025: Allgemeine Anforderungen an Prüf- und Kalibrierlaboratorien

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
MesskonfigurationSchlumberger, Wenner, Dipol-Dipol
maximale Erkundungstiefe80–120 m (auslagenabhängig)
Messbereich Widerstand0,5 Ωm bis 50.000 Ωm
Messdauer pro Sondierungspunkt35–50 Minuten
Elektrodenabstand AB/21 m bis 100 m, gestaffelt
AuswerteverfahrenID- und 2D-Inversion, Zohdy-Verfahren
NormgrundlageDIN 4020, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7)
Kalibrierungverbindliche Referenz an Schürfgrube oder Bohrung

Gängige Fragen

Welche Tiefe erreicht eine VES-Messung im Paderborner Muschelkalk?

Mit einer Auslage von 200 m erreichen wir im Karst Paderborns zuverlässig Tiefen von 80 bis 100 m. Die Eindringtiefe hängt vom maximalen Elektrodenabstand und der Leitfähigkeit der Deckschichten ab. In tonigen Verwitterungszonen dämpft der geringe Widerstand die Tiefenreichweite etwas, während der trockene Kalk optimale Bedingungen schafft.

Kann die Widerstandsmessung Hohlräume direkt nachweisen?

Ja, das ist eine ihrer Hauptaufgaben im Karst. Luftgefüllte Hohlräume zeigen spezifische Widerstände im Bereich mehrerer tausend Ohm-Meter und heben sich extrem vom umgebenden, feuchteren Kalk ab. Wasserführende Klüfte erscheinen dagegen als deutliche Niederohm-Zonen. Die Interpretation erfolgt immer im Abgleich mit der lokalen Geologie.

Mit welchen Kosten muss ich für eine VES-Kampagne in Paderborn rechnen?

Eine Einzelsondierung inklusive Auswertung und Bericht liegt je nach Auslage und Zugänglichkeit zwischen €490 und €1060. Profile mit mehreren Messpunkten werden projektbezogen kalkuliert. Entscheidend sind die Anzahl der Sondierungspunkte und die erforderliche Auslagelänge.

Unterscheidet die Methode zwischen Ton und wasserführendem Kalk?

Ja, sehr gut sogar. Ton und Mergel haben Widerstände unter 30 Ohm-Meter, während wasserführender Kalk je nach Porosität bei 80 bis 300 Ohm-Meter liegt. Die VES-Kurve zeigt diesen Sprung als markanten Anstieg. In der Inversion lassen sich beide Schichten sicher trennen, was für die Gründungsberatung in Paderborn essenziell ist.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Paderborn und Umgebung.

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