Der Baugrund im Paderborner Stadtgebiet überrascht immer wieder. In unserer Erfahrung ist es vor allem der Wechsel zwischen den Kalksteinverwitterungslehmen der Paderborner Hochfläche und den quartären Talfüllungen in Senne und Paderquellgebiet, der bei flächigen Aufschlüssen ohne Kernbohrung schnell zu Fehlinterpretationen führt. Genau hier setzt die Schürfgrube an: Sie liefert einen ungestörten Vertikalaufschluss, in dem Schichtgrenzen, Auffüllungen und der Verwitterungsgrad direkt am Profil angesprochen werden können. Anders als bei reinen Ramm- oder Drehbohrverfahren sehen wir die Übergänge vom Oberboden zum gewachsenen Fels in Paderborn auf den Zentimeter genau. Ergänzend dazu kombinieren wir die Profilaufnahme oft mit der Entnahme gestörter und ungestörter Proben für die spätere Korngrößenanalyse, um die Einstufung nach DIN 18196 labortechnisch abzusichern.
Ein direkter Vertikalaufschluss ersetzt keine Laborprobe, aber er verhindert, dass Sie die falsche Probe an der falschen Stelle entnehmen.



