Der Packer wird auf Tiefe gesetzt, das Manometer justiert, die Pumpe auf konstanten Druck geregelt. Beim Felddurchlässigkeitsversuch in Paderborn kommt es auf jedes Detail an: den korrekten Sitz der Manschette im klüftigen Kalkstein, die exakte Erfassung der Wassermenge über die Zeit, die Dokumentation von Druckstufen nach den Vorgaben der DIN EN ISO 22282. Wir setzen in Paderborn sowohl Lefranc-Versuche im Lockergestein als auch Lugeon-Tests im Fels ein. Die Methode hängt vom Untergrund ab – und der ist in der Region Paderborn alles andere als einheitlich. Mal steht der Festgesteinshorizont des Oberen Muschelkalks schon bei zwei Metern an, mal durchteufen wir mächtige quartäre Talfüllungen der Pader. Genau diese Wechselhaftigkeit macht standardisierte Laborwerte allein unzureichend.
Ein einzelner Lugeon-Wert im verkarsteten Kalkstein Paderborns kann um zwei Zehnerpotenzen vom Wert in fünf Metern Entfernung abweichen – Mittelwerte sind hier gefährlich.



