GEOTECHNIK
PADERBORN
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CPT-Versuch in Paderborn: Bodenschichtung verstehen, bevor Sie gründen

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Die Bodenverhältnisse im Paderborner Raum überraschen selbst erfahrene Planer. Unter der Stadtmitte liegen quartäre Lockergesteine der Pader – sandige Kiese, schluffige Auenlehme – die abrupt in die klüftigen Kalkmergel des Turon übergehen. Dazu kommt der Karst: Hohlräume im Untergrund, die mit klassischen Rammkernsondierungen kaum zu erfassen sind. Der CPT-Versuch liefert hier einen durchgehenden Messschrieb des Spitzendrucks und der Mantelreibung, ohne die Probe zu zerstören. Wir setzen die Drucksondierung gezielt ein, um Tragfähigkeitswechsel und verdeckte Schwachstellen zu erkennen. Gerade entlang der Paderauen, wo die quartäre Füllung stark variiert, braucht es diese Messgenauigkeit. Für die statische Nachweisführung kombinieren wir die CPT-Daten oft mit der Korngrößenanalyse aus gezogenen Proben.

Die kontinuierliche CPT-Messung zeigt in Paderborn oft einen abrupten Spitzendruckanstieg beim Erreichen der Felsoberkante – ein Signal, das mit Rammkernsondierungen leicht übersehen wird.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Die geotechnische Erkundung in Paderborn hat eine lange Tradition, die bis zum Ausbau der Kaiserpfalz und des Doms zurückreicht. Schon die mittelalterlichen Baumeister mussten den schwierigen Baugrund zwischen Karstquellen und Festgestein meistern. Heute setzen wir moderne Drucksonden mit elektrischer Messwertaufnahme ein, die eine Datenrate von bis zu 2 cm pro Messpunkt liefern. Ein entscheidender Vorteil in Paderborn ist die schnelle Identifikation der Felsoberkante – im östlichen Stadtgebiet kann der Kalkstein schon bei 1,5 m Tiefe anstehen, während er im Westen unter 8 m Lockermaterial abtaucht. Wir interpretieren die Porenwasserdruckmessung (CPTU), um gespannte Grundwasserverhältnisse in den Karsthohlräumen zu erkennen. Ergänzend zur Sondierung setzen wir den Plattendruckversuch ein, wenn es um die Verdichtbarkeit von Auffüllungen geht, und prüfen die Scherfestigkeit mit dem Triaxialversuch an ungestörten Kernen aus dem Kalkstein.
CPT-Versuch in Paderborn: Bodenschichtung verstehen, bevor Sie gründen
Technische Referenz — Paderborn

Lokaler geotechnischer Kontext

Die größte geotechnische Unwägbarkeit in Paderborn ist der Karst. Die oberflächennahen Kalksteine des Turon sind verkarstet – es gibt Erdfälle, Dolinen und mit Lehm verfüllte Spalten, die bei einer Bebauung unvorhersehbare Setzungen verursachen können. Ein CPT-Versuch erkennt diese Hohlräume oft nur indirekt, etwa durch einen plötzlichen Abfall des Spitzendrucks auf Null in einer Tiefe, wo Festgestein erwartet wird. Wir dokumentieren solche Anomalien und empfehlen dann eine gezielte Kernbohrung. Im Paderquellgebiet kommt ein zweites Risiko hinzu: der hohe Grundwasserspiegel. Die Porenwasserdruckmessung während der Sondierung zeigt, ob mit Auftrieb oder hydraulischem Grundbruch zu rechnen ist. Wer auf eine Sondierung verzichtet, geht das Risiko ein, eine Gründung auf einem verdeckten Karsthohlraum zu planen.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22476-1:2013, DIN 4094-1, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2)

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Sondiertiefe (Standard)15 m, erweiterbar auf 30 m bei leichten Böden
Spitzendruck qcbis 50 MN/m² (Festgestein)
Mantelreibung fs0,001 bis 1,5 MN/m²
Reibungsverhältnis RfBerechnung in Echtzeit
Porenwasserdruck u2 (CPTU)Optionale Messung, Filter oberhalb der Spitze
Datenrate≥ 2 cm vertikal
GerätElektrische Tiefensonde, 200 kN Schubkraft

Gängige Fragen

Was kostet ein CPT-Versuch in Paderborn?

Für eine Standardsondierung bis 15 m Tiefe im Stadtgebiet Paderborn müssen Sie mit Kosten zwischen €160 und €200 pro Stunde rechnen, zuzüglich der An- und Abfahrtspauschale. Der genaue Preis hängt von der Zugänglichkeit des Geländes und der benötigten Sondiertiefe ab. Bei Karstverdacht empfehlen wir eine CPTU-Messung mit Porenwasserdruckaufnehmer, die im oberen Bereich dieses Rahmens liegt.

Wie tief kann der CPT-Versuch in den Paderborner Kalkstein eindringen?

In den verwitterten, klüftigen Kalkmergeln des Turon erreichen wir mit unserer 200-kN-Sonde in der Regel die Felsoberkante und dringen oft noch 0,5 bis 1,0 m ein. Bei massigem, unverwittertem Kalkstein stoppt die Sonde jedoch an der Felsoberfläche. Für die Erkundung tieferer Karsthohlräume ist dann eine Kernbohrung die bessere Wahl.

Welche Normen gelten für den CPT-Versuch in Deutschland?

Die Durchführung und Auswertung erfolgt nach DIN EN ISO 22476-1:2013. Für die geotechnische Erkundung und die Ableitung von Bemessungswerten ist zusätzlich der Eurocode 7 (DIN EN 1997-2) maßgebend. Unser Labor ist nach DIN EN ISO 17025 für geotechnische Versuche akkreditiert.

Benötige ich für den CPT-Versuch eine Genehmigung in Paderborn?

Im öffentlichen Verkehrsraum ist eine verkehrsrechtliche Anordnung der Stadt Paderborn erforderlich. Auf Privatgrundstücken reicht die Zustimmung des Eigentümers. Wir kümmern uns um die Einholung der nötigen Genehmigungen und die Anmeldung der Sondierung beim Kampfmittelräumdienst, falls das Grundstück in einem Verdachtsgebiet liegt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Paderborn und Umgebung.

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