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PADERBORN
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Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Paderborn – präzise Bodenklassifikation nach DIN

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Paderborns Untergrund ist ein geotechnisches Archiv der letzten Eiszeiten. Die Stadt an den Quellen der Pader wuchs auf einer Wechsellagerung aus Geschiebemergel des Drenthe-Stadiums, fluviatilen Sanden der Lippe und bis zu 30 Meter mächtigen Lösslehmdecken über dem Festgestein des Oberen Muschelkalks. Wer hier ein Bauvorhaben plant, braucht eine belastbare Korngrößenanalyse, die den feinkörnigen Anteil genauso zuverlässig erfasst wie die Grobfraktion. Unser akkreditiertes Labor führt die kombinierte Siebung und Sedimentation nach DIN EN ISO 17892-4 für Proben aus dem gesamten Stadtgebiet durch – von der Kernstadt über die Hanglagen des Eggegebirges bis in die quartären Talfüllungen der Alme. Ergänzend zur reinen Kornverteilung lässt sich die Tragfähigkeit mit dem Plattendruckversuch direkt auf der Baustelle verifizieren, und bei hohen bindigen Anteilen bestimmen wir die Atterberg-Grenzen für eine vollständige bodenmechanische Kennwertkarte.

Eine Körnungslinie mit nur 6 Sieblinienpunkten ist im Paderborner Löss-Mergel-Mosaik keine Analyse, sondern eine grobe Schätzung – wir liefern die 10-Punkt-Kurve mit Hydrometer.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Die geologische Karte von Paderborn zeigt eine Dominanz von Sandlöss und Lösslehm über Geschiebelehm, unterlagert von Ton- und Mergelstein des Keupers sowie Kalkstein des Muschelkalks. Diese Überlagerung bedeutet: Sie haben es fast immer mit einem binären oder ternären Korngemisch zu tun, das eine kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse zwingend erfordert. Unser Labor setzt auf eine hochauflösende Methodik mit 10 Siebfraktionen und einer Sedimentationsauswertung über mindestens 72 Stunden, um den Tonanteil unter 0,002 mm nicht nur abzuschätzen, sondern zu messen. Für Gründungspolster in den quartären Sanden der Lippeauen kombinieren wir die Kornanalyse mit dem Sandkegelverfahren zur Dichtekontrolle, und bei tragenden Schichten aus verwittertem Muschelkalk ziehen wir den CPT-Versuch heran, um den Eindringwiderstand zu quantifizieren, den die Körnungslinie allein nicht abbilden kann. Die Klassifikation erfolgt konsequent nach DIN 18196, ergänzt um die bodenartenspezifischen Frostempfindlichkeitsklassen nach ZTV E-StB – ein entscheidender Parameter für alle Projekte oberhalb der Frostgrenze von 80 cm in Nordrhein-Westfalen.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Paderborn – präzise Bodenklassifikation nach DIN
Technische Referenz — Paderborn

Lokaler geotechnischer Kontext

Paderborn liegt auf 110 bis 350 Meter über NHN, mit einem reliefbedingten Gefälle von über 15 Prozent in den östlichen Stadtteilen Richtung Egge. Diese Morphologie erzeugt bei Starkregenereignissen, die in den letzten Jahren im östlichen Westfalen zugenommen haben, eine hohe Erosionsdynamik in den Lösslehmböden. Fehlt eine exakte Korngrößenanalyse, wird das Erosionspotenzial und die Frostempfindlichkeit nach ZTV E-StB unterschätzt – die Folgen sind Ausspülungen an Gründungen und Frostschäden in der gebundenen Tragschicht. Ein weiteres Risiko in Paderborn: die hydraulische Kommunikation zwischen Paderquellen, Karstsystemen und quartären Sanden. Wird der d10-Wert der Sande nicht korrekt ermittelt, kann der Darcy-k-Wert über die Hazen-Formel um eine Zehnerpotenz daneben liegen, was bei Wasserhaltungen zu unliebsamen Überraschungen auf der Baustelle führt.

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Erklärvideo

Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 17892-4: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18123: Baugrund – Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung durch Schlämmanalyse, DIN 18196: Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, ZTV E-StB: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Prüfverfahren SiebungDIN EN ISO 17892-4, Trockensiebung
Prüfverfahren SedimentationDIN 18123, Aräometerverfahren
Kornbereich0,001 mm bis 125 mm
BodengruppenbestimmungDIN 18196 (GE, GW, SE, SU, TL, TM, etc.)
FrostempfindlichkeitsklasseZTV E-StB, F1 bis F3
AkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025
Probenmenge Standardca. 2 kg (Feinanteil < 40 %), bis 5 kg bei Grobkorn
Dauer Standardversuch3 bis 5 Werktage (je nach Hydrometer)

Gängige Fragen

Was kostet eine Korngrößenanalyse (Sieb- und Schlämmanalyse) in Paderborn?

Die kombinierte Analyse liegt bei 110 € bis 150 € pro Probe. Der genaue Betrag hängt vom Feinkornanteil ab – eine reine Siebung ist günstiger, sobald das Hydrometerverfahren hinzukommt, steigt der Aufwand. Bei mehr als fünf Proben aus dem gleichen Projekt bieten wir gestaffelte Konditionen.

Reicht eine reine Siebanalyse für den Baugrund in Paderborn?

In den quartären Sanden der Alme- und Lippeaue kann eine reine Siebung genügen. Sobald Sie jedoch auf den Lösslehm oder Geschiebemergel der Paderborner Hochfläche treffen, ist die Schlämmanalyse zwingend. Der Feinkornanteil unter 0,063 mm bestimmt die Frostempfindlichkeit und die Konsistenz – ohne Hydrometer fehlt Ihnen die halbe Körnungslinie.

Welche Bodengruppen nach DIN 18196 können Sie im Paderborner Raum identifizieren?

In Paderborn treten vor allem grobkörnige Böden (GE, GW, SE) in den Talfüllungen sowie gemischtkörnige (SU, ST, GU, GT) und feinkörnige Böden (TL, TM, UL, UM) in den Löss- und Mergelgebieten auf. Mit der Sieb- und Schlämmanalyse bestimmen wir die exakte Gruppe inklusive der plastischen Eigenschaften, sofern die Atterberg-Grenzen mitbestellt werden.

Wie lange dauert die kombinierte Korngrößenanalyse?

Die reine Siebung liegt am Folgetag vor, die vollständige Analyse mit Hydrometer benötigt 3 bis 5 Werktage. Die Sedimentation läuft über mindestens 72 Stunden, um den Tonanteil unter 0,002 mm zuverlässig zu erfassen. Express-Auswertungen sind nach Absprache möglich, wir kompromittieren dabei aber nicht die Messzeit.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Paderborn und Umgebung.

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