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PADERBORN
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CBR-Studie für den Straßenentwurf in Paderborn

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Der Stahlzylinder des CBR-Geräts wird in die gesiebte Probe gesetzt, die Druckplatte mit den Aufsatzringen justiert. In Paderborn kommt bei unseren Feldversuchen ein hydraulisches Prüfgerät zum Einsatz, das direkt auf der Baustelle arbeitet – ohne Probentransport und ohne Zeitverlust. Der Penetrationskolben fährt mit 1,27 mm/min in den verdichteten Boden ein, während der Kraftaufnehmer die Widerstandswerte bei 2,5 mm und 5,0 mm Eindringtiefe digital aufzeichnet. Die Messkette läuft über einen Datenlogger, der die Rohwerte direkt in die Auswertesoftware überträgt. Wir kalibrieren das gesamte System vor jedem Einsatz nach Werksvorgabe, um Messfehler durch Temperaturdrift oder mechanisches Spiel auszuschließen. Bei bindigen Böden – wie sie im Paderborner Osten mit den Geschiebemergeln der Saale-Kaltzeit vorkommen – kombinieren wir die CBR-Studie oft mit einer Korngrößenanalyse, um den Feinkornanteil exakt zu quantifizieren und den Verdichtungserfolg besser vorhersagen zu können.

Ein CBR-Wert unter 5 % in der Planumsebene bedeutet für Paderborns Auelehme: Bodenaustausch oder Stabilisierung – sonst drohen Setzungsrinnen nach dem ersten Winter.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Im Paderborner Stadtgebiet treffen wir auf ein heterogenes Untergrundprofil: Die quartären Lockersedimente der Paderborner Hochfläche erreichen Mächtigkeiten von 8 bis 15 Metern, darunter liegen die Tonmergelsteine des Oberkreide-Emscher-Mergels. Die natürlichen Wassergehalte in den oberflächennahen Auelehmen entlang der Pader liegen bei 18–24 %, was die Tragfähigkeit nach Verdichtung stark beeinflusst. Unsere CBR-Werte im Raum Paderborn schwanken typischerweise zwischen 3 % bei unverdichteten Auelehmen und über 40 % bei gut abgestuften, verdichteten Schottertragschichten aus regionalem Kalkstein. Wir beproben jede homogene Schicht separat und führen den Versuch an drei Einzelproben pro Charge durch, um den Mittelwert statistisch abzusichern. Bei Tragschichten ohne Bindemittel verlangt die ZTV SoB-StB 20 eine Mindestverdichtung von 100 % der einfachen Proctordichte – nur so erreicht man CBR-Werte, die für die Bauklasse III und IV im Paderborner Gewerbegebiet ausreichen. Wenn die Untergrundverhältnisse unklar sind, ergänzen wir die Untersuchung durch einen Plattendruckversuch, der das Verformungsmodul Ev2 direkt auf der Planumsfläche liefert und die CBR-Studie validiert.

CBR-Studie für den Straßenentwurf in Paderborn
Technische Referenz — Paderborn

Lokaler geotechnischer Kontext

Die ZTV SoB-StB 20 fordert für die Planumsebene einen Verformungsmodul Ev2 von mindestens 45 MN/m² – ein Wert, der in den Auelehmbereichen entlang der Pader ohne zusätzliche Maßnahmen nicht erreichbar ist. In Paderborn liegt die besondere Gefahr in den jahreszeitlich schwankenden Grundwasserständen: Nach Starkregenereignissen – wie dem Juli-Hochwasser 2023 mit 78 mm Niederschlag in 24 Stunden am Flughafen Paderborn-Lippstadt – steigt der Sättigungsgrad in den bindigen Deckschichten sprunghaft an. Ein CBR-Wert, der im trockenen Sommer bei 15 % gemessen wurde, kann unter gesättigten Bedingungen auf unter 5 % abfallen. Wer diesen Abfall bei der Dimensionierung des Oberbaus nicht berücksichtigt, riskiert Tragfähigkeitsverluste, die sich in Spurrinnen und Querunebenheiten manifestieren – Schadensbilder, die wir auf Paderborns Gewerbestraßen nach nassen Wintern regelmäßig dokumentieren. Die CBR-Studie muss daher zwingend den ungünstigsten Wassergehalt simulieren, indem die Proben vor der Penetration über 96 Stunden gewässert werden. Nur so bildet man den kritischen Lastfall ab, der in Paderborns flachgründigen Talauen der entscheidende für die Nutzungsdauer der Straße ist.

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Maßgebliche Normen

DIN EN 13286-47:2022-01 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Prüfverfahren zur Bestimmung des CBR-Wertes, ZTV SoB-StB 20 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Schichten ohne Bindemittel im Straßenbau, RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (Ausgabe 2012), DIN 18127:2012-09 – Proctorversuch – Wassergehalt-Trockendichte-Beziehung, TP BF-StB Teil B 7.1 – Technische Prüfvorschriften für Boden und Fels im Straßenbau – CBR-Versuch

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN 13286-47:2022-01
Penetrationsgeschwindigkeit1,27 mm/min ± 0,1 mm/min
Verdichtungsgrad (Proctorbezug)100 % DPr für Tragschichten ohne Bindemittel
Eintauchtiefe Messwerte2,5 mm und 5,0 mm
Anzahl Einzelproben pro Charge3 (Mittelwertbildung)
Typische CBR-Werte Paderborn (Auelehm)3–8 % (unverdichtet), 12–18 % (verdichtet)
Typische CBR-Werte Paderborn (Schottertragschicht)35–55 % (Kalksteinschotter 0/45)

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Paderborn und Umgebung.

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