Der Stahlzylinder des CBR-Geräts wird in die gesiebte Probe gesetzt, die Druckplatte mit den Aufsatzringen justiert. In Paderborn kommt bei unseren Feldversuchen ein hydraulisches Prüfgerät zum Einsatz, das direkt auf der Baustelle arbeitet – ohne Probentransport und ohne Zeitverlust. Der Penetrationskolben fährt mit 1,27 mm/min in den verdichteten Boden ein, während der Kraftaufnehmer die Widerstandswerte bei 2,5 mm und 5,0 mm Eindringtiefe digital aufzeichnet. Die Messkette läuft über einen Datenlogger, der die Rohwerte direkt in die Auswertesoftware überträgt. Wir kalibrieren das gesamte System vor jedem Einsatz nach Werksvorgabe, um Messfehler durch Temperaturdrift oder mechanisches Spiel auszuschließen. Bei bindigen Böden – wie sie im Paderborner Osten mit den Geschiebemergeln der Saale-Kaltzeit vorkommen – kombinieren wir die CBR-Studie oft mit einer Korngrößenanalyse, um den Feinkornanteil exakt zu quantifizieren und den Verdichtungserfolg besser vorhersagen zu können.
Ein CBR-Wert unter 5 % in der Planumsebene bedeutet für Paderborns Auelehme: Bodenaustausch oder Stabilisierung – sonst drohen Setzungsrinnen nach dem ersten Winter.



