Die Paderquellen sprudeln mit einer Schüttung von rund 5.000 Litern pro Sekunde aus dem verkarsteten Untergrund – ein hydrologisches Phänomen, das in Paderborn jede Tiefbaumaßnahme prägt. Wer im Stadtgebiet eine tiefe Baugrube plant, steht nicht nur vor dem üblichen Erddruck, sondern vor dem Zusammenspiel von klüftigem Plänerkalk, wasserführenden Schichten und oft geringmächtigen Deckschichten aus Geschiebemergel. Eine fundierte geotechnische Bemessung tiefer Baugruben in Paderborn muss diese lokalen Eigenheiten von der ersten Sondierung an berücksichtigen. Das Team begleitet Bauvorhaben von der Erkundungsphase über die rechnerische Sicherung bis zur wasserrechtlichen Abstimmung. Ergänzend zur Baugrubenplanung liefern SPT-Bohrungen belastbare Kennwerte aus dem Festgestein, während In-situ-Durchlässigkeitsversuche die kf-Werte für die Wasserhaltung präzisieren – beides entscheidend, wenn der Aushub in Paderborns Innenstadt an die historische Bausubstanz heranrückt.
In Paderborns verkarstetem Untergrund entscheidet nicht allein die Festigkeit des Felses, sondern die Kenntnis der Wasserwegsamkeit über die Wirtschaftlichkeit einer tiefen Baugrube.



