Paderborn blickt auf eine mehr als 1200-jährige Siedlungsgeschichte zurück, und jede Epoche hat ihre Spuren im Untergrund hinterlassen. Alte Paderarme, mittelalterliche Auffüllungen und jüngere Trümmerschichten aus dem Zweiten Weltkrieg prägen vielerorts den Baugrund. Wer hier ein Fundament plant, bekommt es selten mit homogen gewachsenem Boden zu tun. In unserer täglichen Arbeit sehen wir, wie stark die Untergrundverhältnisse schon auf kurze Distanz wechseln – von locker gelagerten Sanden der Paderborner Hochfläche bis zu setzungsempfindlichen Auenböden im Tal. Die Bemessung der Rütteldruckverdichtung muss diese kleinräumige Variabilität aufgreifen, sonst werden später teure Nacharbeiten fällig. Ergänzend zur Tiefenverdichtung setzen wir bei schwierigen Schichtgrenzen oft eine Korngrößenanalyse ein, um das Korngefüge genau zu charakterisieren.
Die Rütteldruckverdichtung in den heterogenen Lockergesteinen Paderborns erfordert eine enge Abstimmung zwischen Bemessung und begleitender Qualitätssicherung.



